INDUSTRIAL
RosenkreuZ melden sich nach sieben Jahren mit „Enter The Arena!“ zurück

Die französische Industrial-Metal-Band RosenkreuZ meldet sich nach sieben Jahren Albumpause mit ihrem neuen Werk „Enter The Arena!“ zurück. Das Album erscheint am 19.07.2026 über das Label Adipocere Record und bildet den lang erwarteten Nachfolger zu „Crystal City“ aus dem Jahr 2019. Besprochen wurde die Platte von Tim Karow für das Hellfire-Magazin, das dem Album letztlich 7 von 10 Hellfire-Punkten verleiht.
RosenkreuZ ist entgegen des deutsch klingenden Bandnamens kein deutsches, sondern ein französisches Projekt. Das Quintett stammt aus Lyon und verbindet seit seiner Gründung im Jahr 2015 Elemente aus Industrial Metal, Gothic, EBM und Neuer Deutscher Härte zu einem eigenständigen musikalischen Cocktail. Mit „Enter The Arena!“ liegt nun erstmals seit 2019 wieder ein vollständiges Album der Band vor – und laut Rezensent Tim Karow hat sich die lange Wartezeit durchaus gelohnt.
Der Titeltrack als Visitenkarte
Den Auftakt macht der Titeltrack „Enter The Arena“, der laut Rezension direkt als gelungene Einladung an die Hörerschaft fungiert. Fette Gitarren, marschierende Rhythmen und elektronische Elemente treffen hier auf einen Gesang mit ausgeprägtem Charakter. Die Nähe zur Neuen Deutschen Härte ist dabei laut Besprechung nicht zu überhören, besonders in Songs wie „Partners In Crime“ oder „Teenage Wonderland“, in denen Anklänge an OOMPH!, Unzucht und Lord of the Lost durchscheinen. Dennoch kopiere die Band deren Stilmittel nicht einfach, sondern verarbeite sie zu etwas Eigenem.
Stimmliche Vielfalt als zentrales Element
Besonders hervorgehoben wird in der Rezension die stimmliche Bandbreite des Albums. So verbindet der Song „Fear The Reaper!“ growlende Passagen mit einem klaren, fast New-Wave-artigen Gesang. „Twin Souls“ schlägt anschließend eine völlig andere Richtung ein: Piano, Melancholie und eine dunkle Gothic-Atmosphäre treffen hier auf Vocals, die den Rezensenten an Type O Negative erinnern. Ganz anders kommt dagegen „Masochist“ daher, das mit einem Growl aufwartet, der laut Beschreibung teilweise schon ziemlich schwarzmetallisch klingt. Diese unterschiedlichen Gesangsfarben ziehen sich durch das gesamte Album und verhindern laut Rezension, dass die knapp 48 Minuten Spielzeit irgendwann eintönig wirken.
Instrumentale Vielseitigkeit und Atmosphäre
Auch auf instrumentaler Ebene gibt es dem Review zufolge einiges zu entdecken. „Torture Murder“ arbeitet mit einer morbiden Atmosphäre, fetten Gitarren und einem gelungenen Gitarrensolo. „Solitude“ setzt dagegen auf hypnotische, fast obsessive Riffs. Immer wieder kommen feine elektronische Details hinzu, die laut Rezensent nicht einfach plump auf den Metal-Unterbau aufgesetzt wurden, sondern die Songs tatsächlich atmosphärisch erweitern. „Night Creatures“ wird in dieser Hinsicht erneut düsterer, hier treffen EBM-artige Keyboardflächen auf schwere, an Rammstein erinnernde Gitarrenwände. Den Abschluss bildet schließlich „Resist!“, ein fast sechsminütiges Stück, das dem Album laut Besprechung noch einmal eine besonders atmosphärische und würdige Schlusspointe verleiht.
Die Tracklist im Überblick
Insgesamt umfasst „Enter The Arena!“ elf Songs: „Enter the Arena!“, „Fear the Reaper!“, „Twin Souls“, „Masochist“, „Partners in Crime“, „Torture Murder“, „Rockstar“, „Teenage Wonderland“, „Night Creatures“, „Solitude“ sowie „Resist!“. Die Gesamtspielzeit beträgt knapp 48 Minuten.
Einordnung in den musikalischen Stammbaum
Tim Karow ordnet die Einflüsse von RosenkreuZ in der Rezension klar ein: Die Krupps, Lord of the Lost, Deathstars, Type O Negative, Depeche Mode sowie klassischer Industrial Metal stünden erkennbar im musikalischen Stammbaum der Band. Dennoch gelinge es RosenkreuZ, aus diesen Einflüssen etwas Eigenständiges zu formen, anstatt lediglich bestehende Konzepte zu kopieren. Besonders die Verbindung aus kalter Elektronik, aggressiven Gitarren, martialischen Rhythmen, Gothic-Melancholie und variablem Gesang funktioniere laut Rezension „verdammt gut“.
Produktion und Gesamteindruck
Auch die Produktion des Albums wird positiv hervorgehoben. Zahlreiche kleine elektronische Details und Effekte sorgen demnach für eine angenehm kalte Atmosphäre, die sich wie ein Schleier über das gesamte Album legt. Der Rezensent betont zudem, dass die einzelnen Stücke auf „Enter The Arena!“ einen jeweils eigenen Charakter besitzen – mal härter, mal elektronischer, mal gothic-lastig, mal melancholisch, dann wieder metallisch. Genau darin liege die große Stärke des Albums: Statt elf ähnlich klingender Songs biete die Band ein facettenreiches Hörerlebnis, das zum wiederholten Anhören einlädt.
Wertung und Fazit der Rezension
Am Ende der Besprechung fällt das Urteil insgesamt positiv aus, auch wenn das Album laut Rezensent nicht zu hundert Prozent perfekt sei. Entsprechend vergibt Tim Karow für das Hellfire-Magazin 7 von 10 Hellfire-Punkten. Nach sieben Jahren Wartezeit seit „Crystal City“ dürfe man laut Rezension durchaus sagen: Das Warten habe sich gelohnt.
Mit „Enter The Arena!“ liefert RosenkreuZ ein Album ab, das zeigt, wie sich Industrial Metal, Neue Deutsche Härte, EBM und Gothic-Elemente zu einem eigenständigen, atmosphärisch dichten Gesamtwerk verbinden lassen. Für Fans von Bands wie Lord of the Lost, Deathstars oder Die Krupps dürfte die Platte angesichts der genannten Einflüsse und der stimmlichen wie instrumentalen Vielseitigkeit ein interessanter Anlaufpunkt sein – und ein Beleg dafür, dass sich die siebenjährige Pause der Franzosen künstlerisch ausgezahlt hat.
Quelle: Hellfire-Magazin· Originalartikel ↗
Zuletzt aktualisiert: 11.10.2026, 18:14:48
