METAL

Amon Amarth: So entstand das Cover zu "The Allfather Awakens"

27. September 2026·Von Radio SchwarzeSeele Redaktion
Amon Amarth: Künstlerische Verbundenheit

Die schwedischen Melodic-Death-Metal-Titanen Amon Amarth veröffentlichen mit "The Allfather Awakens" ihr bereits 13. Studioalbum – und liefern damit nach Einschätzung von Kennern ihr stärkstes Werk seit dem gefeierten Konzeptalbum "Jomsviking" aus dem Jahr 2016. Im Zentrum der aktuellen Berichterstattung steht dabei nicht nur die Musik selbst, sondern auch die Geschichte hinter dem markanten Artwork, das Künstler Tom Thiel gemeinsam mit der Band entwickelt hat. In einem ausführlichen Interview, das in der METAL HAMMER-Oktoberausgabe 2026 erscheint, gibt Thiel exklusive Einblicke in den kreativen Prozess.

Die Verbindung zwischen Amon Amarth und ihrem Artworkdesigner reicht mittlerweile über zahlreiche Alben zurück, wodurch sich laut Thiel eine tiefe künstlerische Verbundenheit entwickelt hat. Diese enge Zusammenarbeit zeigt sich besonders deutlich in der Entstehungsgeschichte des neuen Covers, das sich fundamental von den Herangehensweisen früherer Veröffentlichungen unterscheidet.

Vom aufwendigen Detailreichtum zur plakativen Klarheit

Wie Thiel im Gespräch mit dem METAL HAMMER erläutert, hatte die Band bei früheren Kooperationen stets eine klare Vorstellung vom gewünschten Cover-Motiv. Bei "The Allfather Awakens" verlief der Prozess jedoch grundlegend anders. Bereits 2022, bei einem persönlichen Treffen mit der Band in Oberhausen, brachte Bassist Olavi Mikkonen die Idee ein, nach dem visuell äußerst aufwendigen Artwork des Vorgängeralbums "The Great Heathen Army" wieder zu einem einfacheren, plakativen Eyecatcher-Design zurückzukehren. Diese Überlegung sollte den kreativen Prozess für das neue Album maßgeblich prägen.

Erst 2025 wurde diese Idee konkret umgesetzt. Thiel erhielt den Auftrag, auf Basis der Songtexte verschiedene Artworks zu entwickeln – zunächst mit Fokus auf das Merchandising der Band. Bemerkenswert an diesem Prozess: Bereits der allererste Entwurf begeisterte die Bandmitglieder derart, dass dieser schließlich zum offiziellen Albumcover avancierte. Ein Ergebnis, das die enge künstlerische Abstimmung zwischen Band und Designer eindrucksvoll unterstreicht.

Ein Artwork für jeden einzelnen Song

Diese neue kreative Herangehensweise hatte weitreichende Konsequenzen für das Gesamtprojekt: Anstatt sich auf ein einzelnes zentrales Cover-Motiv zu beschränken, entstand zu jedem einzelnen Song des Albums ein eigenständiges Artwork. Dieser Ansatz erlaubte es Thiel, die visuellen Elemente noch enger mit den lyrischen Inhalten der jeweiligen Stücke zu verknüpfen und so eine durchgängige künstlerische Klammer für das gesamte Album zu schaffen.

Auf die Frage, was für ihn generell ein gutes Artwork ausmacht, erklärt Thiel, dass sich ein gelungenes Cover bereits auf den ersten Blick erfassen lassen müsse, bei längerer Betrachtung jedoch eine tiefere Geschichte erzählen solle. Speziell bei Amon Amarth komme hinzu, dass die Thematik stets der nordischen Mythologie entspringe und im charakteristischen Stil des phantastischen Realismus umgesetzt werde – ein visueller Markenkern, der die Band seit Jahren begleitet und wiedererkennbar macht.

Musik und Artwork entstehen parallel

Interessant ist auch der zeitliche Ablauf der Kreativarbeit: Die Artworks entstanden parallel zur musikalischen Produktion des Albums. Als Grundlage dienten Thiel dabei ausschließlich die Songtexte, nicht die fertige Musik selbst. Eine Ausnahme bildete lediglich der Track "Upphaf", den Thiel bereits vor der offiziellen Veröffentlichung hören durfte. Gerade dieser Song hat es dem Künstler besonders angetan – er beschreibt die von "Upphaf" geschaffene Atmosphäre als einzigartig und hebt ihn als persönliches Highlight des neuen Albums hervor.

Zur Musik von Amon Amarth im Allgemeinen findet Thiel deutliche Worte: Er bezeichnet sie als regelrechte "Urgewalt" – eine Einschätzung, die die kraftvolle und unmittelbare Wirkung der Band auf ihre Hörerschaft treffend zusammenfasst.

Ein Quantensprung im Bandkatalog

Musikalisch wird "The Allfather Awakens" im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Alben als regelrechter Quantensprung eingeordnet. Die Platte vereint hymnische, schnelle und kraftvolle Songstrukturen mit einer rohen Brutalität und einer einnehmenden Dunkelheit, die in dieser Kombination selten zu finden ist. In verschiedenen Kreisen wurden bereits Vergleiche mit dem Bandklassiker "Twilight Of The Thunder God" aus dem Jahr 2008 gezogen – einem Album, das seit jeher als Aushängeschild der Band gilt. Unabhängig von diesen Vergleichen steht jedoch fest, dass es sich bei "The Allfather Awakens" um das stärkste Amon-Amarth-Album seit dem triumphalen Konzeptwerk "Jomsviking" von 2016 handelt.

Exklusives Sammlerstück zur Albumveröffentlichung

Parallel zur Veröffentlichung des Albums wartet der METAL HAMMER mit einem besonderen Schmankerl für Fans auf: Der Ausgabe 10/2026 liegt ein exklusiver Patch bei, der in enger Zusammenarbeit mit Amon Amarth entstanden ist und dessen Motiv sich am neuen Album-Artwork orientiert. Dieser Aufnäher ist weltweit ausschließlich zusammen mit dieser einen METAL HAMMER-Ausgabe erhältlich und richtet sich sowohl an eingefleischte Amon-Amarth-Fans als auch an Metalheads und Kuttenträger jeder musikalischen Ausrichtung. Die Ausgabe ist am Kiosk erhältlich, kann aber auch bequem nach Hause bestellt werden – wahlweise im Abo oder als Einzelheft über die entsprechenden Bestellportale des Magazins.

Das vollständige Interview mit Tom Thiel sowie ein weiteres ausführliches Gespräch mit der Band selbst finden sich in der genannten Oktoberausgabe. Darin erfahren Leserinnen und Leser zusätzlich, warum das Miteinander innerhalb der Band nach all den Jahren so gut funktioniert, weshalb Amon Amarth um jeden einzelnen Song des neuen Albums regelrecht kämpften und welche Inspiration schwedische Labyrinthe für das kreative Schaffen der Band offenbarten.

Bedeutung für Band und Fans

Die Entstehungsgeschichte von "The Allfather Awakens" zeigt exemplarisch, wie sich langjährige künstlerische Partnerschaften im Metal-Bereich entwickeln können: Aus einer anfänglich klar vorgegebenen Zusammenarbeit ist über die Jahre ein Vertrauensverhältnis gewachsen, das der Band erlaubt, kreative Kontrolle abzugeben und sich von den Entwürfen ihres langjährigen Weggefährten überraschen zu lassen. Für die Fans bedeutet dies nicht nur ein starkes neues Album, das musikalisch an die besten Zeiten der Band anknüpft, sondern auch ein visuelles Gesamtkonzept, das mit einem Artwork pro Song deutlich mehr Tiefe bietet als frühere Veröffentlichungen. Mit dem exklusiven Patch zur Oktoberausgabe des METAL HAMMER erhalten Sammler zudem die Möglichkeit, ein einzigartiges Stück dieser künstlerischen Zusammenarbeit physisch zu besitzen.

Quelle: Metal Hammer DE· Originalartikel ↗

Zuletzt aktualisiert: 30.9.2026, 11:17:43

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