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Black Sabbath: Produzent Andrew Watt enthüllt wahren Grund für geplatztes Abschiedsalbum

Ein letztes gemeinsames Studioalbum von Black Sabbath hätte es tatsächlich beinahe gegeben – doch am Ende scheiterte das Projekt nicht, wie zunächst kolportiert, an Gitarrist Tony Iommi, sondern an Schlagzeuger Bill Ward. Das hat nun Produzent Andrew Watt in einem neuen Interview offengelegt und damit eine ganz andere Version der Geschehnisse präsentiert als jene, die Iommi selbst vor wenigen Wochen öffentlich gemacht hatte.
Watt, der zuvor für die beiden letzten Soloalben von Ozzy Osbourne verantwortlich zeichnete und dabei große Erfolge feierte, war zu Gast im Podcast "Lipps Service" von Host Scott Lipps. In einem vorab auf dessen Social-Media-Kanälen veröffentlichten Ausschnitt schildert der Produzent detailliert, wie es zu den Gesprächen über ein finales Black-Sabbath-Album kam und warum diese letztlich im Sande verliefen.
Wie die Idee zu einem letzten Sabbath-Album entstand
Nach Watts Schilderung entstand der Gedanke an ein weiteres gemeinsames Album im Umfeld der Ozzy-Osbourne-Produktionen. Ozzy habe weiterhin Musik aufnehmen wollen, jedoch nicht einfach eine Wiederholung dessen, was mit Watt bereits entstanden war. Stattdessen sei er von der Idee angetan gewesen, ein Black-Sabbath-Album zu realisieren. Gemeinsam mit seiner Frau Sharon Osbourne habe er Watt daraufhin beauftragt, bei jedem einzelnen Bandmitglied nachzufragen, ob Interesse an einem solchen Projekt bestehe.
Watt berichtet, dass er zunächst mit Tony Iommi telefoniert habe. Der Gitarrist habe signalisiert, grundsätzlich offen für ein weiteres Album zu sein – allerdings nur unter der Bedingung, dass auch Bill Ward mit von der Partie sei. Diese Haltung sei bei allen Beteiligten geteilt worden: Ozzy habe erklärt, nur mitzumachen, wenn Ward dabei sei, und auch Bassist Geezer Butler habe seine Teilnahme davon abhängig gemacht, dass die übrigen Mitglieder zustimmen.
Das folgenschwere Telefonat mit Bill Ward
Im Zentrum der Angelegenheit stand schließlich ein Telefonat zwischen Watt und Ward, das der Produzent als eines der denkwürdigsten und zugleich kuriosesten Gespräche seiner Karriere beschreibt. Das Telefonat habe rund 40 Minuten gedauert und sei inhaltlich stark ins Persönliche abgeglitten – so sehr, dass Ozzy und Sharon Osbourne, als ihnen davon berichtet wurde, regelrecht in Gelächter ausgebrochen seien. Watt spricht in diesem Zusammenhang von einem regelrechten Insiderwitz, der zwischen den Beteiligten entstanden sei.
Am Ende des Gesprächs habe sich jedoch herauskristallisiert, dass Ward aus einer Vielzahl von Gründen schlicht nicht in der Lage gewesen sei, an einem neuen Album mitzuwirken. Watt macht in seiner Schilderung deutlich, dass dies der eigentliche Grund dafür war, warum das Projekt nicht zustande kam, obwohl die übrigen Bandmitglieder grundsätzlich bereit gewesen wären. Wenig später habe Ward dann noch eine ausführliche E-Mail an alle Beteiligten geschickt – und damit sei die Angelegenheit endgültig beendet gewesen.
Iommis abweichende Darstellung
Bemerkenswert ist, dass Tony Iommi selbst erst vor wenigen Wochen eine andere Version der Ereignisse präsentiert hatte. Im Gespräch mit dem Magazin Classic Rock erklärte der Gitarrist, er habe Andrew Watt während dessen Arbeit mit Ozzy Osbourne kennengelernt und ihn als "sehr eifrig und ein bisschen zu aufgeregt" wahrgenommen. Iommi führte weiter aus, dass Watts Idee für ihn letztlich nicht überzeugend genug gewesen sei, weil der Produzent nicht wisse, wie die Zusammenarbeit mit der ursprünglichen Besetzung von Black Sabbath – einschließlich Bill Ward – tatsächlich funktioniere.
Darüber hinaus habe für Iommi auch eine grundsätzlichere Überlegung eine Rolle gespielt: Nach dem 2013 erschienenen Album "13" habe ihn die Vorstellung, einfach ein weiteres Album nachzuschieben, schlicht nicht gereizt. Diese beiden unterschiedlichen Erzählungen – Watts Fokus auf Wards Absage und Iommis grundsätzliche Zurückhaltung – lassen sich nicht vollständig in Einklang bringen, zeigen aber, dass die Gespräche über ein letztes Sabbath-Album offenbar komplexer waren, als zunächst bekannt.
Back to the Beginning als würdiger Abschluss
Auch ohne ein neues Studioalbum bekamen die Fans von Black Sabbath im Juli 2025 einen eindrucksvollen Abschied beschert: Das Abschiedskonzert "Back to the Beginning" versammelte eine beeindruckende Riege von Rock- und Metal-Größen, die der Band die Ehre erwiesen. Dieses monumentale Konzert wird nun in Form eines Konzertfilms einem breiteren Publikum zugänglich gemacht.
Der Film startet am 28. Oktober für eine begrenzte Laufzeit in den Kinos. Tickets für sämtliche Vorstellungen sind bereits über die offizielle Website von Back to the Beginning erhältlich, auf der sich Interessierte zudem für Updates registrieren und aktuelle Informationen zu den jeweiligen Vorführungsorten einholen können. Parallel dazu wurden sowohl ein Trailer als auch die vollständige Tracklist veröffentlicht, die festlegt, welche Songs und Auftritte es in die finale Fassung des Films geschafft haben.
Premiere mit der Familie Osbourne in Los Angeles
Ein besonderes Highlight rund um die Veröffentlichung des Konzertfilms ist die sogenannte "Purple Carpet"-Premiere, die am 14. Oktober im Orpheum Theatre in Los Angeles stattfindet. Bei dieser Veranstaltung wird die Familie Osbourne persönlich vor Ort sein. Tickets für diese besondere Vorführung sind bereits erhältlich, wobei 50 Prozent der Einnahmen aus jedem verkauften Ticket an gemeinnützige Organisationen gespendet werden, die sich in Los Angeles für obdachlose Menschen engagieren.
Einordnung
Die unterschiedlichen Darstellungen von Andrew Watt und Tony Iommi werfen ein Schlaglicht darauf, wie kompliziert und emotional die letzten gemeinsamen Pläne von Black Sabbath tatsächlich gewesen sein müssen. Statt eines neuen Studioalbums bleibt der Band nun das monumentale Abschiedskonzert "Back to the Beginning" als letztes großes gemeinsames Kapitel – ein Vermächtnis, das mit dem bevorstehenden Kinostart des Konzertfilms und der bewegenden Premiere in Los Angeles noch einmal eindrucksvoll gewürdigt wird.
Quelle: Loudwire· Originalartikel ↗
Zuletzt aktualisiert: 11.10.2026, 18:14:56
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