METAL

Death-Angel-Gründungsbassist Dennis Pepa erkrankt schwer an Krebs

07. Oktober 2026·Von Radio SchwarzeSeele Redaktion
Death Angel: Gründungsbassist Dennis Pepa hat Krebs
Bild: Heidi Skrobanski

Dennis Pepa, Gründungsbassist der kalifornischen Thrash-Metal-Institution Death Angel, befindet sich derzeit im Kampf gegen eine schwere Krebserkrankung. Wie der Musiker selbst öffentlich bekannt gegeben hat, wurde bei ihm im Februar 2026 ein Zwölffingerdarmkarzinom im Stadium 4 diagnostiziert – eine seltene und in der Regel sehr aggressiv verlaufende Form von Dünndarmkrebs. Um die enormen Kosten für die Behandlung sowie den Lebensunterhalt seiner Familie zu sichern, hat Pepa eine Spendenkampagne auf der Plattform GoFundMe gestartet. Das Ziel der Kampagne liegt bei 150.000 US-Dollar.

Die Nachricht traf die Metal-Community überraschend, da Dennis Pepa seit vielen Jahren nicht mehr aktiv auf der Bühne stand, in der Geschichte von Death Angel aber als prägende Figur gilt. Auf der Spendenseite richtet er sich mit sehr persönlichen Worten an potenzielle Unterstützer und beschreibt, wie belastend die aktuelle Situation für ihn und seine Angehörigen ist.

Pepas persönliche Worte an die Fans

In seinem Aufruf schreibt Dennis Pepa einleitend: „Vielleicht kennt ihr mich von einem Death Angel-Albumcover, von der Arbeit oder durch eine jahrelange Freundschaft. Vielleicht begegnen wir uns hier auch zum ersten Mal. Ganz gleich, unter welchen Umständen ihr auf meine Seite gelangt seid und diese Zeilen lest: Danke, dass ihr euch die Zeit dafür nehmt. Das bedeutet mir sehr viel.“

Mit großer Offenheit beschreibt er anschließend, wie sehr ihn die Diagnose und die damit verbundenen Umstände belasten. Da er sich ohnehin „schon sehr verletzlich“ fühle, wolle er die Dinge ohne Umschweife ansprechen: „Es gibt für mich keinen einfachen Weg, das alles auszusprechen. Im Februar 2026 wurde bei mir Zwölffingerdarmkrebs im Stadium 4 diagnostiziert. Meinen Arbeitsplatz, den ich fast 20 Jahre lang innehatte, hatte ich zu diesem Zeitpunkt bereits verloren. Plötzlich mussten meine Familie und ich die Mittel für die Krebsbehandlung aufbringen und gleichzeitig versuchen, die laufenden Rechnungen des Alltags zu begleichen.“

Diese Schilderung macht deutlich, dass Pepa nicht nur gesundheitlich, sondern auch finanziell in eine äußerst schwierige Lage geraten ist. Der Verlust seines langjährigen Arbeitsplatzes traf ihn demnach zeitlich fast zeitgleich mit der Krebsdiagnose, was die Situation für ihn und seine Familie zusätzlich erschwert hat.

Geplante Behandlung in Mexiko

Pepa erklärt in seinem Spendenaufruf, dass er eine spezielle Behandlung im Immunocine Cancer Center in Mexiko anstrebt. Dort werde eine sogenannte dendritische Zell-Immuntherapie angeboten, bei der körpereigene Immunzellen gemeinsam mit Tumormaterial genutzt werden, um eine individuell auf den Patienten zugeschnittene Behandlung zu entwickeln. Pepa selbst beschreibt das Prinzip so: „Ich habe mich über das Zentrum informiert: Es bietet eine sogenannte dendritische Zell-Immuntherapie an, bei der körpereigene Immunzellen und Tumormaterial verwendet werden, um eine maßgeschneiderte Behandlung zu entwickeln. Ziel ist es – so erklärt es das Zentrum –, das Immunsystem dabei zu unterstützen, den Krebs bestmöglich zu erkennen und zu bekämpfen, und zwar individuell abgestimmt auf den eigenen Körper.“

Diese Form der Immuntherapie gilt als vergleichsweise neuer Ansatz in der Krebsbehandlung und wird insbesondere bei aggressiven oder fortgeschrittenen Tumorerkrankungen in Erwägung gezogen, wenn klassische Therapieformen an ihre Grenzen stoßen. Die genannten Behandlungskosten sind ein zentraler Grund für das hoch angesetzte Spendenziel von 150.000 US-Dollar.

Death Angel rufen zur Unterstützung auf

Auch die Band Death Angel selbst hat sich öffentlich hinter ihren Gründungsbassisten gestellt und den Spendenaufruf über ihre Social-Media-Kanäle verbreitet. Dabei bezeichnen sie Pepa als „unseren Bruder, Freund, Cousin und unser Gründungsmitglied“ und bitten die Metal-Community ausdrücklich um Unterstützung. In ihrem Aufruf heißt es: „Lasst uns Dennis zeigen, dass er diesen Kampf nicht allein bestreiten muss.“

Diese Formulierung verdeutlicht, wie eng die familiären und freundschaftlichen Bande innerhalb der Band bis heute sind – ein Umstand, der angesichts der Bandgeschichte von Death Angel nicht überrascht, da mehrere Mitglieder tatsächlich miteinander verwandt sind.

Die Rolle von Dennis Pepa in der Death-Angel-Geschichte

Dennis Pepa gehört zu den Gründungsmitgliedern von Death Angel, die die Band im Jahr 1982 ins Leben riefen. Mitbegründer waren neben ihm seine Cousins, Gitarrist Rob Cavestany und Gus Pepa, sowie Schlagzeuger Andy Galeon. In der Anfangszeit der Band war Dennis Pepa zunächst selbst für den Gesang zuständig, bevor 1984 ein weiterer Cousin, Mark Osegueda, der zuvor als Roadie der Band tätig gewesen war, den Gesangspart übernahm. Pepa konzentrierte sich fortan auf den Bass und prägte so über Jahrzehnte den Sound von Death Angel entscheidend mit.

Sein letzter gemeinsamer Live-Auftritt mit der Band datiert auf den 28. Oktober 2008, als Death Angel im Grand Ballroom in San Francisco spielten. Seitdem war Pepa nicht mehr aktiver Teil der Live-Besetzung, bleibt in der Geschichte und im Vermächtnis der Band jedoch als zentrale Figur der Gründungstage unvergessen.

Eine Diagnose, die die Szene aufrüttelt

Die Nachricht von Dennis Pepas schwerer Erkrankung reiht sich in eine Serie von Schicksalsschlägen ein, die in den vergangenen Jahren immer wieder Musiker aus der Metal- und Rockszene getroffen haben. Gerade im Fall von Death Angel, einer Band mit familiärer Struktur und jahrzehntelanger Geschichte, wiegt die Diagnose eines Gründungsmitglieds besonders schwer und sorgt innerhalb der Fangemeinde für große Anteilnahme.

Die von Dennis Pepa gestartete GoFundMe-Kampagne soll nun helfen, die finanzielle Last der Behandlung abzufedern und ihm die Möglichkeit zu geben, sich auf seine Genesung zu konzentrieren, ohne gleichzeitig um die alltägliche Existenzsicherung seiner Familie fürchten zu müssen. Die öffentliche Unterstützung durch Death Angel selbst dürfte dabei helfen, die Reichweite des Aufrufs innerhalb der Metal-Community deutlich zu erhöhen.

Für die Thrash-Metal-Szene, die seit jeher von einem starken Gemeinschaftsgefühl geprägt ist, markiert dieser Fall einmal mehr, wie eng Bandgeschichte, persönliche Schicksale und die Solidarität der Fans miteinander verwoben sind. Ob und in welchem Umfang das Spendenziel erreicht wird, bleibt abzuwarten – die Anteilnahme innerhalb der Szene lässt jedoch bereits jetzt erkennen, welchen Stellenwert Dennis Pepa als Mitbegründer von Death Angel bis heute genießt.

Quelle: Metal Hammer DE· Originalartikel ↗

Zuletzt aktualisiert: 7.10.2026, 18:15:06

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