FESTIVALS
Feuermond Festival 2026: Feuerwulf lädt zum zweiten Mal nach Weismain

Am Samstag, den 17. Oktober 2026, öffnet die Stadthalle Weismain erneut ihre Türen für das Feuermond Festival. Bereits zum zweiten Mal lädt die nordbayerische Band Feuerwulf zu einem Abend zwischen Folk, Mittelalter-Rock und Metal ein – und das als Veranstalter in Eigenregie, ganz ohne große Festivalagentur im Rücken. Einlass ist um 19:00 Uhr, der Eintritt funktioniert nach dem Prinzip „Zahl, was du willst“.
Die Geschichte, wie das Feuermond Festival den Weg zu Radio SchwarzeSeele fand, ist dabei selbst ein kleines Stück gelebter Szene. Über die Wolfsnacht, über die bereits berichtet wurde, bestand bereits Kontakt zu Basti, dem Veranstalter jenes Festivals. Genau er gab den entscheidenden Hinweis an Martin von Feuerwulf weiter, sich bei der Redaktion zu melden. Gesagt, getan – und so landete das Feuermond Festival schließlich auf dem Schirm der Redaktion. Dass ausgerechnet eine Empfehlung aus der Szene heraus diesen Kontakt ermöglichte, passt gut zu dem, was im Underground zählt: Menschen, die andere Menschen zusammenbringen, aus denen wiederum Neues entsteht.
Drei Bands, ein roter Faden
Anders als viele große Festivals verzichtet das Feuermond bewusst auf ein überladenes Line-up. Mit Eldskal, Feuerwulf und ROBSE stehen genau drei Bands auf der Bühne, die musikalisch einen stimmigen Bogen zwischen Folk, Mittelalter-Rock und Metal spannen. Statt mehrerer Bühnen, einem dichten Running-Order-Marathon und einem Festivalgelände, auf dem man sich ohne Kartenmaterial kaum zurechtfindet, setzt das Feuermond auf einen überschaubaren Abend mit genau dieser Atmosphäre, bei der man schnell das Gefühl hat, sowieso die Hälfte der Anwesenden zu kennen.
Den Anfang macht Eldskal, die sich klar in der folkigen und mittelalterlichen Ecke verorten lassen, dabei aber mit einer deutlich metallischen Kante auftreten. Gitarren treffen bei der Band auf klassische Folk-Instrumente wie Dudelsack, Flöte und Drehleier. Wer beim Mittelalter-Rock nicht nur gemütlich mit dem Metbecher in der Hand stehen möchte, sondern durchaus etwas mehr Druck in der Musik sucht, findet hier den passenden Einstieg in den Abend.
Im Anschluss übernehmen die Gastgeber selbst die Bühne. Feuerwulf sind nicht nur Teil des Line-ups, sondern stehen zugleich als Veranstalter hinter dem gesamten Festival. Die nordbayerische Band spielt kraftvollen Folk-Rock und Metal und dürfte vielen ohnehin noch einmal begegnen, denn Feuerwulf treten auch bei der Wolfsnacht auf. Zusätzliche Aktualität bekommt der Auftritt dadurch, dass die Band in Kürze ihr neues Album veröffentlicht. Wer Feuerwulf bislang noch nicht kannte, bekommt damit gleich mehrere Gelegenheiten, das zu ändern.
Zum Abschluss des Abends wird es noch einmal deutlich metallischer. Als Headliner steht ROBSE auf der Bühne – das Projekt von Robert-Martin Dahn, den viele noch aus seiner Zeit als Frontmann von Equilibrium kennen dürften. Musikalisch bewegt sich ROBSE in Richtung Epic Metal: groß angelegt, melodisch und mit ordentlich Druck in den Songs. Damit ergibt sich am Ende ein runder Abend aus drei Acts, bei dem weniger Line-up durchaus mehr Zeit für die einzelnen Bands bedeutet.
Zahl, was du willst – ein Konzept mit Haltung
Besonders aufmerksam macht das Feuermond Festival mit seinem Eintrittsmodell. Es gibt keinen festen Preis, stattdessen setzt die zweite Ausgabe erneut auf „Zahl, was du willst“. Besucherinnen und Besucher entscheiden damit selbst, was sie für den Abend aufbringen können und möchten. Dass dieses Modell nicht automatisch „kostet nichts“ bedeutet, wird dabei klar benannt: Auch ein kleines Festival muss finanziert werden, Technik, Location und all die Dinge im Hintergrund, die das Publikum meist gar nicht sieht, fallen schließlich nicht vom Himmel.
Dennoch nimmt genau dieses Konzept eine entscheidende Hürde aus dem Weg. Auch wenn der Monat gerade länger ist als der Kontostand, muss deswegen niemand automatisch vor der Tür bleiben. Wer mehr geben kann und möchte, hat zugleich die Möglichkeit dazu. Damit setzt das Feuermond ein Zeichen für Fairness in beide Richtungen – ein Grundgedanke, der im Underground besonders geschätzt wird.
Met, Gewandung und das Drumherum
Passend zum musikalischen Spannungsfeld zwischen Folk, Mittelalter und Metal gehört auch das passende Drumherum zum Festivaltag. Neben der Livemusik stehen Getränke und Essen bereit, und wer es erwartet hat: Met gibt es selbstverständlich auch. Gewandung ist ausdrücklich willkommen, allerdings keine Pflicht – auch die Kutte dürfte es tun. Im Mittelpunkt soll schließlich kein Kostümwettbewerb stehen, sondern ein Abend, an dem Menschen gemeinsam Livemusik feiern.
Warum diese Geschichte zählt
Dass gerade über das Feuermond berichtet wird, hat einen klaren Grund: Der Underground besteht eben nicht nur aus jenen Veranstaltungen, deren Plakate ohnehin wochenlang durch sämtliche Feeds kursieren. Er besteht aus Bands, kleinen Festivals, Clubs, Veranstaltenden und all den Menschen, die irgendwann einfach sagen, man mache das jetzt selbst. Wenn eine Band wie Feuerwulf ein eigenes Festival organisiert, andere Bands mitnimmt und zugleich versucht, die Eintrittshürde so niedrig wie möglich zu halten, lohnt sich genau dafür ein genauerer Blick.
Alle aktuellen Informationen zum Festival, zum Programm und zu den beteiligten Bands sind direkt über die offizielle Website des Feuermond Festivals abrufbar, ebenso lässt sich über die offizielle Website von Feuerwulf bereits vorab in die Musik der Band hineinhören.
Am Ende zeigt das Feuermond Festival 2026, dass es für einen gelungenen Abend voller Livemusik weder ein riesiges Line-up noch ein gigantisches Gelände braucht. Drei Bands, ein fairer Eintritt und eine Band, die ihr eigenes Festival aus der Szene heraus für die Szene organisiert – das ist im besten Sinne Underground, wie er funktionieren sollte.
Quelle: Metalfans4Metalbands· Originalartikel ↗
Zuletzt aktualisiert: 8.10.2026, 14:35:30

