FESTIVALS
Feuerwulf veröffentlicht Debütalbum und feiert zweites Feuermond Festival in Weismain

Mit „Das Rudel erwacht“ veröffentlicht die fränkische Folk-Metal-Band Feuerwulf am 23. Oktober 2026 ihr Debütalbum – ein Werk, in das nach eigenen Angaben rund drei Jahre Arbeit geflossen sind. Schon sechs Tage zuvor, am 17. Oktober 2026, stellt die Band das Album live beim selbst organisierten Feuermond Festival in der Stadthalle Weismain vor, wo Besucher bereits vorab eine CD erwerben können. Begleitet wird der Albumrelease von einem neuen Musikvideo zum Song „Königin der Nacht“, das bereits am 9. Oktober erschienen ist.
Feuerwulf hat seinen Proberaum in Altenkunstadt und verbindet deutschsprachigen Mittelalter-Folk-Rock mit Metal-Elementen. Gitarren, Bass und Schlagzeug treffen bei der Band auf Geige und Drehleier, dazu kommen Texte über Freiheit, Magie und Abenteuer. Die aktuelle Bandbesetzung besteht laut Bandwebsite aus Katha und Patrick am Gesang, Sadrax an der Geige, Pascal an der Gitarre, Ragnar am Schlagzeug sowie Martin an der Drehleier und einem weiteren Martin am Bass. Die frühere Sängerin Jule hat die Band mittlerweile verlassen, Katha ist ihre Nachfolgerin am Mikrofon.
Drei Jahre Arbeit für das Debütalbum
Für Feuerwulf markiert „Das Rudel erwacht“ einen besonderen Meilenstein: die erste große musikalische Visitenkarte der Band. Im Interview beschreibt Bandmitglied Martin, dass sich die Weiterentwicklung der Band vor allem in der Aufnahmequalität, im Mixing und in zahlreichen musikalischen Details zeigt. Die Songs entstehen dabei unterschiedlich – mal aus einem Text, mal aus einer Melodie oder einem markanten Riff, das sich im Kopf festsetzt. Gemeinsam im Proberaum wird daraus dann der fertige Song geformt.
Unterstützung bei der Produktion erhielt die Band von Sebastian Albrecht, einem Musiker und Produzenten aus Bayreuth, der laut Martin bereits selbst auf der Bühne des Wacken Open Air gestanden hat. Für Mix und Master zeichnet Johannes Wenisch vom Room4Studio verantwortlich, die Coverillustration des Albums stammt von Laura Laser. Zehn Songs umfasst das Debütwerk, inhaltlich speisen sich die Texte laut Martin sowohl aus eigenen Erlebnissen der Band als auch aus Motiven und Figuren klassischer Sagen und Märchen. Wer genau hinhört, so deutet Martin an, kann zwischen den Zeilen auch persönliche Botschaften und symbolische Bedeutungen entdecken.
Eine besondere Bedeutung innerhalb des Albums hat der Song „Valhalla“, der erste jemals veröffentlichte Feuerwulf-Track. Auf dem Debütalbum erwartet die Hörer davon eine musikalisch weiter ausgearbeitete Version im Vergleich zu der bereits bekannten Musikvideo-Fassung. Musikalisch verspricht die Band kraftvollen, deutschsprachigen Folk-Metal mit eingängigen Melodien, die zum Mitsingen und Headbangen einladen sollen.
„Königin der Nacht“ als Albumabschluss und neues Musikvideo
Der Song „Königin der Nacht“ bildet den Abschluss des neuen Albums und hat sich laut Martin bereits live als starker Schlusspunkt von Feuerwulf-Konzerten etabliert. Die Band berichtet, dass sie mit diesem Lied den Besuchern etwas mitgeben möchte, das noch lange nach dem Konzert im Kopf bleibt – ein Anspruch, der sich offenbar erfüllt, da die Band laut eigener Aussage immer wieder auf den Song angesprochen wird. Aus diesem Zuspruch heraus entstand gemeinsam mit dem Filmer der Band die Idee, dem Stück ein eigenes Musikvideo zu widmen.
Inhaltlich dreht sich „Königin der Nacht“ um den ewigen Zwiespalt zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkelheit, sowie um die Frage nach dem eigenen Lebensweg. Die Band widmet den Song explizit Menschen, die sich im Dunkeln zu Hause fühlen, deren Nacht zum Tag wird und die lieber im Stillen ihren eigenen Weg gehen, statt im grellen Scheinwerferlicht zu stehen.
Gedreht wurde das Video an zwei Tagen im Februar an zwei sehr unterschiedlichen Schauplätzen: in einem geheimnisvollen fränkischen Wald sowie in einer alten Industriehalle, deren raue Atmosphäre laut Band perfekt zur Stimmung des Songs passt. Trotz eisiger Temperaturen lieferten die beiden Hauptdarstellerinnen Cara und Jule laut Martin eine herausragende schauspielerische Leistung ab, wofür ihnen im Interview ein besonderes Lob ausgesprochen wird. Für Feuerwulf sind Musikvideos dabei mehr als reine Promotion – sie verstehen sie als künstlerischen Baustein, mit dem sie sowohl Veranstaltern ihre Bühnenpräsenz zeigen als auch ihrer Fangemeinschaft, die sie selbst liebevoll „das Rudel“ nennen, etwas zurückgeben wollen.
Feuermond Festival geht in die zweite Runde
Das Feuermond Festival in Weismain feierte 2025 seine Premiere und sorgte dabei für eine positive Überraschung: In einer Stadt, in der nicht jede Woche ein Metal- oder Mittelalterfestival stattfindet, organisierte die noch vergleichsweise wenig bekannte Band Feuerwulf einen eigenen Festivalabend – ohne festen Eintrittspreis und mit Munarheim als Headliner. Nach persönlicher Schätzung des Autors besuchten rund 250 Menschen die Veranstaltung in der Stadthalle Weismain, die sich durch ausreichend Platz, einen hohen Raum und eine ansprechende Bühne auszeichnet.
Weismain hat dabei durchaus eine größere Konzerttradition vorzuweisen: Im Interview verweist Martin etwa auf einen legendären Auftritt von Motörhead im örtlichen Waldstadion und deutet zugleich einen kleinen persönlichen Zukunftstraum für den Festivalstandort an. Für Feuerwulf begann die Idee zum Feuermond Festival demnach ganz einfach mit dem Wunsch, gemeinsam eine richtig gute Party zu feiern. Der positive Zuspruch bei der ersten Ausgabe führte folgerichtig zur Fortsetzung im Jahr 2026.
Für die zweite Ausgabe hat sich die Band laut Martin vorgenommen, den Abend für alle Beteiligten noch besser zu machen – auch in Bereichen, die Besucher oft gar nicht direkt wahrnehmen, etwa bei der Betreuung der auftretenden Bands sowie bei Security und Sanitätsdienst.
Termine, Orte und Bühnenprogramm am 17. Oktober
Beim Feuermond Festival 2026 am 17. Oktober in der Stadthalle Weismain treten gleich drei Bands auf: Eldskål, Feuerwulf sowie Headliner ROBSE. Damit vereint der Abend Mittelalter-Rock, Folk und epischen Metal unter einem Dach. Für alle, die bereits auf das neue Album warten, bietet der Abend zudem eine besondere Gelegenheit: Feuerwulf stellt „Das Rudel erwacht“ live vor, und Besucher können sich schon sechs Tage vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin am 23. Oktober direkt vor Ort eine CD sichern. Zusätzlich ist eine Special Edition mit Fan-Accessoires angekündigt.
Organisatorisch setzt das Festival auch 2026 auf ein ungewöhnliches, offenes Konzept: Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis, jeder Besucher zahlt also so viel, wie er selbst möchte. Einen klassischen Vorverkauf gibt es nicht, allerdings ist die Kapazität der Halle begrenzt. Wer spendet, erhält im Gegenzug ein Los für eine Merchandise-Verlosung. Gewandungen sind beim Festival ausdrücklich willkommen, zudem ist für Essen, Getränke und regionalen Met gesorgt.
Eine Band mit Zielstrebigkeit und engem Draht zum Publikum
Über die reine Konzert- und Albumarbeit hinaus zeichnet sich Feuerwulf nach Beobachtung des Autors durch eine klare Zielstrebigkeit aus. Die Band bewirbt sich aktiv bei größeren Festivals, entwickelt sich kontinuierlich weiter und schafft sich mit dem eigenen Feuermond Festival zugleich selbst neue Auftrittsmöglichkeiten. Als bemerkenswerte Station auf diesem Weg gilt der gewonnene R.I.O.-Vorentscheid für die Region Coburg, Kronach und Lichtenfels.
Auch abseits der Bühne bleibt die Band nahbar: Wie bei vielen Underground-Formationen sind die Musiker häufig mitten unter den Besuchern anzutreffen, man redet, lacht und hört gemeinsam Musik. Das deckt sich mit Martins Verständnis von Feuerwulf als Band, zu der für ihn ausdrücklich auch die Menschen gehören, die sie begleiten und unterstützen – das titelgebende „Rudel“.
Feuerwulf steht damit exemplarisch für eine Szene, die sich ihre Bühnen oft selbst erarbeiten muss. Mit dem Debütalbum „Das Rudel erwacht“, dem neuen Musikvideo zu „Königin der Nacht“ und der zweiten Ausgabe des eigenen Feuermond Festivals in Weismain hat die Band binnen weniger Oktobertage gleich mehrere wichtige Meilensteine zu bieten, die sowohl die musikalische Entwicklung als auch den engen Zusammenhalt mit der eigenen Fangemeinde widerspiegeln.
Tourdaten & Termine
Quelle: Metalfans4Metalbands· Originalartikel ↗
Zuletzt aktualisiert: 11.10.2026, 18:14:50

