METAL
Lorna Shore jagen Geister und klären die große Pork-Roll-Frage im berüchtigten Ohio-Gefängnis

Die US-amerikanischen Deathcore-Titanen Lorna Shore sorgen in der neuesten Folge der Gruselshow „Paranormal Prison“ für einen der ungewöhnlichsten und zugleich amüsantesten Momente der gesamten Serie. In der dritten Episode der vierten Staffel begeben sich die Musiker aus New Jersey gemeinsam mit den Moderatoren Josh Bernstein („The Power Hour“, Z2) und Katrina Weidman („Portals to Hell“) auf eine nächtliche Geisterjagd durch eine der berüchtigtsten Gefängnisanlagen der Welt. Gedreht wurde die Folge beim Inkcarceration Music & Tattoo Festival 2026, einem von Danny Wimmer Presents veranstalteten Event, das traditionell im historischen Ohio State Reformatory in Mansfield, Ohio, stattfindet.
„Paranormal Prison“ bringt in jeder Episode überzeugte Anhänger des Übernatürlichen mit eingefleischten Skeptikern zusammen. Ausgestattet mit modernstem Equipment wie Spirit-Boxen und der sogenannten „Dead Bell“, die über Ja-Nein-Fragen Antworten aus dem Jenseits liefern soll, versuchen die Teilnehmer herauszufinden, ob die mysteriösen Geräusche und Stimmen tatsächlich paranormalen Ursprungs sind oder sich rational erklären lassen. Für Lorna Shore wurde der Trip durch die dunklen Gänge des stillgelegten Gefängnisses zu einem denkwürdigen Erlebnis – allerdings auf eine völlig andere Art, als man es von der Sendung gewohnt ist.
Ein Geist mit Vorliebe für „Jersey Shore“
Normalerweise begegnen die Moderatoren und ihre prominenten Gäste in der Anstalt Seelen ehemaliger Gefangener oder Wärter, deren Geschichten oft düster und kompliziert sind. In der Episode mit Lorna Shore verläuft die Begegnung jedoch denkbar anders: Statt grausiger Enthüllungen über Gewalt oder Tod offenbart der kontaktierte Geist eine Vorliebe für die Reality-TV-Sendung „Jersey Shore“ – bestätigt durch ein eindeutiges Läuten der Dead Bell. Was zunächst wie ein kurioser Nebenaspekt wirkt, entwickelt sich im Verlauf der Sitzung zum zentralen Running Gag der gesamten Folge.
Denn die eigentliche Pointe der Episode dreht sich um eine Debatte, die vor allem Menschen aus New Jersey sofort verstehen werden, allen anderen aber erklärungsbedürftig sein dürfte: den Streit um „Pork Roll“. Dabei handelt es sich um ein verarbeitetes Schweinefleischprodukt, das entweder in Scheiben vorportioniert oder als ganzer Leib verkauft wird. Die bekannteste Marke dieses Produkts heißt Taylor, weshalb ein Teil der Bevölkerung New Jerseys den Snack schlicht „Taylor Ham“ nennt, während andere konsequent bei der Bezeichnung „Pork Roll“ bleiben. Dieser scheinbar banale, aber in Teilen der USA mit großer Leidenschaft geführte Namensstreit sorgt im Gefängnis für einen der skurrilsten Momente der Staffel.
Will Ramos befragt den Geist zu Pork Roll
Lorna-Shore-Sänger Will Ramos nutzt die Gelegenheit während der Geisterjagd, um dem unsichtbaren Gegenüber eine für New Jersey entscheidende Frage zu stellen: „Is it pork roll, egg and cheese?“ Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten – ein deutliches „Ding“ der Dead Bell bestätigt die Frage und sorgt damit scheinbar für eine überirdische Entscheidung in der jahrelangen Debatte. Ob es sich dabei um einen Zufall, einen technischen Defekt oder tatsächlich um eine Botschaft aus dem Jenseits handelt, bleibt natürlich der Interpretation der Zuschauer überlassen – im Kontext der Sendung wird der Moment jedoch mit sichtlichem Humor zelebriert.
Neben dieser kulinarischen Randnotiz erfahren die Zuschauer der Episode zudem, welchen Feiertag der kontaktierte Geist besonders schätzt, sowie ob die Band im Anschluss an die Geisterjagd beim eigentlichen Festivalauftritt noch einmal in den berüchtigten „Beast Mode“ schalten würde – jenen intensiven, aggressiven Performance-Modus, für den Lorna Shore in der Deathcore-Szene bekannt sind. Die komplette Folge ist in voller Länge verfügbar und wird präsentiert von den Marken Strung und Parlor Beverages.
Staffel 4 von „Paranormal Prison“ und das Format im Überblick
Die aktuelle vierte Staffel von „Paranormal Prison“ umfasst insgesamt acht neue Episoden, die jeweils freitags um 13 Uhr Eastern Time exklusiv auf dem YouTube-Kanal von Loudwire veröffentlicht werden. Bereits in der Staffelpremiere stand mit Motionless in White eine weitere bekannte Band aus der Rock- und Metal-Szene im Mittelpunkt einer Gefängnis-Geisterjagd, was zeigt, dass das Format gezielt auf prominente Gäste aus der Heavy-Music-Szene setzt, um die paranormalen Untersuchungen mit zusätzlicher Prominenz und Unterhaltungswert zu versehen.
Das Ohio State Reformatory als historischer Schauplatz
Das Ohio State Reformatory in Mansfield, Ohio, ist nicht nur Austragungsort des Inkcarceration Music & Tattoo Festivals, sondern auch ein Ort mit bewegter Geschichte. Der Bau der Anlage begann bereits im Jahr 1886, der eigentliche Gefängnisbetrieb lief von 1896 bis 1990. Weltweite Bekanntheit erlangte das Gebäude zudem durch seinen Auftritt im Hollywood-Klassiker „Die Verurteilten“ (The Shawshank Redemption), in dem mehrere Schlüsselszenen in den Mauern des ehemaligen Gefängnisses gedreht wurden. Heute steht das Reformatory für Touristen offen, doch der unbestrittene Höhepunkt des Jahres ist für viele Besucher jenes lange Wochenende, an dem das Inkcarceration-Festival die historischen Gefängnismauern mit Rock- und Metal-Klängen füllt.
Inkcarceration im Kontext der Danny-Wimmer-Presents-Festivals
Das Inkcarceration Music & Tattoo Festival zählt zu den zahlreichen Flaggschiff-Veranstaltungen des Promoters Danny Wimmer Presents (DWP). Seit der Gründung im Jahr 2011 hat sich DWP zu einem der führenden Veranstalter im Bereich Heavy Music und darüber hinaus entwickelt und prägt mit seinem dichten Festivalkalender den US-amerikanischen Festivalsommer sowie Frühjahr und Herbst maßgeblich mit. Neben Inkcarceration gehören unter anderem Aftershock, Born & Raised, Bourbon & Beyond, das Golden Sky Country Music Festival, Louder Than Life, Rocklahoma, Sonic Temple sowie Welcome to Rockville zum Portfolio des Veranstalters. Weitere Informationen zu den einzelnen Events finden Interessierte auf den offiziellen Webseiten von Inkcarceration und Danny Wimmer Presents.
Die Episode mit Lorna Shore zeigt einmal mehr, wie geschickt „Paranormal Prison“ das klassische Format der Geisterjagd mit der Persönlichkeit und dem Humor seiner prominenten Gäste verbindet. Statt ausschließlich auf düstere Enthüllungen zu setzen, liefert die Show mit dem Pork-Roll-Moment einen viralen, augenzwinkernden Höhepunkt, der weit über die eigentliche Fangemeinde von Lorna Shore hinaus für Gesprächsstoff sorgen dürfte. Für Fans der Band und des Formats gleichermaßen bietet die Folge damit nicht nur Grusel-Unterhaltung, sondern auch einen unterhaltsamen Einblick in die lockere, bodenständige Seite einer der derzeit intensivsten Deathcore-Acts der Szene.
Quelle: Loudwire· Originalartikel ↗
Zuletzt aktualisiert: 11.10.2026, 18:14:55

