METAL
VIEL ZU LEISE.: Phoenix Barde entführen in den Zirkus Paradox

Mit „Willkommen im Zirkus Paradox“ beschreibt die Band Phoenix Barde aus dem Münsterland ihr musikalisches Universum – und genau dort setzt die neue Ausgabe unserer Reihe VIEL ZU LEISE an. Die Band verbindet Fantasy Rock und Metal mit düsterer Atmosphäre, theatralischer Inszenierung und einem durchgehenden erzählerischen Konzept, das sich über mehrere Veröffentlichungen erstreckt. Ihre eigene Kurzformel dafür lautet unmissverständlich: ASP trifft Ghost und erzählt eine fantastische Geschichte.
Die Ursprünge von Phoenix Barde reichen bis ins Jahr 2014 zurück. Damals begann Sänger und Songwriter Marcel Wittler, die Geschichte des Phoenix Barden zu entwickeln und musikalisch zu erzählen. Was zunächst als persönliches Erzähl- und Musikprojekt begann, wuchs seit 2020 zu einer vollständigen Band heran. Heute besteht Phoenix Barde laut offizieller Bandseite aus den Mitgliedern Marcel, Diego, Bernie, Fabian und Didi.
Musikalische Einordnung zwischen Rock, Metal und Folk
Musikalisch bewegt sich Phoenix Barde zwischen Fantasy Rock, Metal, Dark Rock und Goth Folk. Charakteristisch ist dabei der Wechsel zwischen harten, metallischen Passagen und melodischeren, folkig eingefärbten Momenten. Als musikalische Bezugspunkte nennt die Band selbst unter anderem Ghost, ASP und Subway to Sally – drei Namen, die in der Gothic- und Mittelalter-Rock-Szene für ganz unterschiedliche, aber jeweils sehr eigenständige Spielarten stehen.
Wichtig ist der Band dabei eine klare Abgrenzung: Trotz Fantasy-Welt und Folk-Einflüssen versteht sich Phoenix Barde nicht als klassische Mittelalterband. Im Zentrum steht ausdrücklich eine Rockband mit entsprechendem Instrumentarium, die ihre Geschichten über Gitarren, Rhythmusarbeit und Gesang transportiert – nicht über Dudelsäcke und Marktplatz-Ästhetik.
Eine fortlaufende Fantasy-Saga als roter Faden
Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal von Phoenix Barde liegt im Konzept hinter der Musik. Die Songs der Band stehen nicht einfach unverbunden nebeneinander, sondern sind Teil einer fortlaufenden Fantasy-Saga. Innerhalb dieser Geschichte tauchen wiederkehrende Figuren wie der Phoenix Barde selbst, der Rabenkönig und der Herr der Zeit auf. Diese Charaktere ziehen sich durch verschiedene Veröffentlichungen hindurch und führen die übergeordnete Erzählung von Album zu Album weiter.
Diese narrative Klammer unterscheidet Phoenix Barde von vielen anderen Bands im Rock- und Metal-Bereich, bei denen einzelne Songs meist für sich stehen. Wer sich auf das Werk der Band einlässt, bekommt es nicht nur mit einzelnen Stücken zu tun, sondern mit einem sich entwickelnden Universum, in dem Texte, Figuren und Atmosphäre eng miteinander verwoben sind.
Die Veröffentlichungen: Von „Lieder aus der Dunkelheit“ bis „Unter dem Eis“
Zentraler Baustein dieser Saga ist die Veröffentlichungsreihe „Lieder aus der Dunkelheit“. Der erste Teil, „Lieder aus der Dunkelheit – Part I“, erschien im Jahr 2022. Im Oktober 2025 folgte mit „Unter dem Eis – Lieder aus der Dunkelheit Part 2“ die Fortsetzung der Geschichte. Damit erstreckt sich die Erzählung mittlerweile über mehrere Jahre und zwei größere Veröffentlichungen, die inhaltlich und musikalisch aufeinander aufbauen.
In diesem Kontext steht auch der Song, den Phoenix Barde für unsere Reihe VIEL ZU LEISE. ausgewählt hat.
Der Anspieltipp: „Ich bin bereit“
Für jede Band in dieser Reihe stellen wir dieselbe Frage: Wenn jemand die Band noch nie gehört hat – welchen einen Song soll diese Person zuerst hören? Phoenix Barde haben sich für „Ich bin bereit“ entschieden.
Der Song erschien ursprünglich Ende 2022 als erste Single aus dem zweiten Teil von „Lieder aus der Dunkelheit“ und findet sich inzwischen auch auf dem später erschienenen Album „Unter dem Eis“. Damit bildet „Ich bin bereit“ eine Art Brücke zwischen den beiden Veröffentlichungsteilen und markiert innerhalb der Saga einen zentralen Wendepunkt in der Geschichte des Phoenix Barden.
Wer sich den Track anhören möchte, findet ihn auf Spotify. Darüber hinaus bietet die offizielle Website der Band weiterführende Informationen zur Geschichte rund um den Zirkus Paradox, ebenso wie der Instagram-Auftritt von Phoenix Barde, über den die Band Einblicke in ihre Welt und ihre Aktivitäten gibt.
Herkunft und Einordnung in die Szene
Phoenix Barde stammt aus dem Münsterland und ordnet sich selbst im Bereich Fantasy Rock / Metal ein. Die Kombination aus Rockinstrumentarium, metallischen Härtegraden, Folk-Einsprengseln und einer durchgehenden erzählerischen Klammer macht die Band zu einem Beispiel dafür, wie vielfältig sich Konzeptmusik im deutschsprachigen Underground präsentieren kann.
Über die Reihe VIEL ZU LEISE.
VIEL ZU LEISE. ist unsere Bandvorstellungsreihe für den Underground. Es geht dabei ausdrücklich nicht um eine Rangliste, einen Wettbewerb oder Followerzahlen, sondern darum, Bands zu entdecken und Hörerinnen und Hörern genau einen Song an die Hand zu geben, mit dem sie einsteigen können. Das Prinzip lautet: eine Band, ein Song, vielleicht eine neue Lieblingsentdeckung.
Bands, die sich vorstellen möchten, können dies im festen VIEL ZU LEISE.-Thread im F4B Community Hub tun. Dort reicht eine kurze Vorstellung – wer die Band ist, woher sie kommt, welche Musik sie macht – verbunden mit genau einem empfohlenen Song. Die Redaktion hört sich die Einsendungen an und wählt regelmäßig Bands aus, die anschließend im Rahmen von VIEL ZU LEISE. ausführlicher vorgestellt werden. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Vorstellung kann jedoch nicht garantiert werden; die Auswahl erfolgt danach, was musikalisch und für die Reihe besonders neugierig macht.
Mit Phoenix Barde rückt eine Band in den Fokus, die zeigt, wie ernsthaft und durchdacht Konzeptmusik im Bereich Fantasy Rock und Metal betrieben werden kann. Zwischen Rabenkönig, Herrn der Zeit und dem titelgebenden Phoenix Barden entsteht eine Welt, die über reine Einzelsongs hinausgeht – und mit „Ich bin bereit“ einen konkreten, von der Band selbst empfohlenen Einstiegspunkt bietet, um in den Zirkus Paradox einzutauchen.
Quelle: Metalfans4Metalbands· Originalartikel ↗
Zuletzt aktualisiert: 11.10.2026, 18:14:50

