ROCK

Caroline Breitler & Band kehren mit „Roots“ zu ihren rockigen Wurzeln zurück

05. Oktober 2026·Von Radio SchwarzeSeele Redaktion
Caroline Breitler & Band – Roots
Bild: Jörg Schnebele

Die Schweizer Rocksängerin Caroline Breitler meldet sich mit ihrer Band und einem neuen Album zurück: „Roots“ erscheint am 25. September 2026 über El Puerto Records und markiert, wie der Titel bereits andeutet, eine Rückbesinnung auf die musikalischen Wurzeln der Band. Verantwortlich für die insgesamt neun Songs zeichnen neben Caroline Breitler am Gesang auch Alain Schneble an der Gitarre sowie Andreas Caplazi am Keyboard. Die Stücke sind bewusst kompakt gehalten – mit einer durchschnittlichen Länge von knapp vier Minuten liefert das Trio dennoch geballte Energie ab, wie eine aktuelle Rezension des Hellfire-Magazins festhält.

Das Album ordnet sich stilistisch im Bereich Melodic Hard Rock ein und wird von Rezensent Bernd Kröninger als typischer Vertreter des Schweizer Hard-Rock-Sounds beschrieben, angereichert mit einem Hauch zeitgemäßer Härte. Besonders die Kombination aus balladesken und druckvolleren Songs mache das Album interessant und abwechslungsreich.

Der Opener und die ersten Highlights

Gleich der Opener „Sentinel“ setzt die Duftmarke für das gesamte Album: Ein gelungenes Gitarrensolo zu Beginn sowie rhythmisch markante Keyboard-Sequenzen verleihen dem Track Lebendigkeit und sorgen für einen energiegeladenen Einstieg. Direkt im Anschluss folgt mit „Genghis Khan“ ein deutlich härterer und martialischer Song, dessen Thematik sich am historischen mongolischen Eroberer orientiert, der einst die mongolischen Stämme vereinte. Musikalisch spiegelt sich dieser wilde, stammesartige Charakter in einer rhythmisch stampfenden Gitarrenarbeit wider, die laut Rezension an einen „Stampede“ erinnert. Mit „A Million Miles“ setzt die Band die energiegeladene Linie fort – der Song besticht durch besonders kraftvolle Riffs.

Balladen und gefühlvolle Momente

Einen stilistischen Bruch, der jedoch bewusst gesetzt ist, bietet der vierte Track „If Nobody loves you“. Hierbei handelt es sich um ein gefühlvolles Duett, bei dem Mark Fox den männlichen Gesangspart übernimmt und laut Rezension überzeugend darbietet. Die Rezension beschreibt den Song als klassische Rockballade mit „purem Feuerzeugalarm“-Potenzial. Auch „Stuck in the Cold“ zählt zu den balladesken Momenten des Albums, wirkt dabei aber nicht überladen oder kitschig. Im Gegensatz zum Titel vermittelt der Song keinerlei Kälte, sondern besticht durch einen eingängigen Rhythmus sowie eine bewusst zurückgenommene, leisere Gesangslinie Carolines, die den Track zu einem regelrechten Ohrwurm macht.

Härtere Anklänge und stimmliche Vielseitigkeit

Mit „In her Shadow“ präsentiert sich die Band von einer aggressiveren Seite. Der Song überzeugt als musikalische Einheit und liefert einen, wie es in der Rezension heißt, „verdammt geilen“ Refrain. Wie facettenreich Caroline Breitlers Stimme tatsächlich ist, zeigt sich besonders im Song „Calling“: Neben druckvollen Instrumentalparts wechselt ihre Stimme gerade in den sanfteren Passagen des Songs passend in eine ebenso sanfte Klangfarbe.

Eine Besonderheit stellt der Track „Dad“ dar, in dem die Band Elemente des Alternative Metal einfließen lässt. Gesanglich erinnert der Song in Teilen an die Band Linkin Park, was laut Rezension auch daran liegen könnte, dass hier eine männliche Stimme den Hauptpart übernimmt. Zum Refrain hin bringt sich Caroline Breitler jedoch verstärkt mit ihrer eigenen Stimme ein und setzt damit deutliche Akzente.

Der Albumabschluss

Den Abschluss des Albums bildet „Light to Dark“, ein Song mit schwer riffigem Gitarrensound. Stimmlich läuft Caroline Breitler hier noch einmal zur Höchstform auf und demonstriert abermals die Klangnuancen ihrer Stimme, die sich bereits über das gesamte Album hinweg als vielseitig erwiesen hat.

Bewertung und Einordnung

In seinem Fazit hält Rezensent Bernd Kröninger fest, dass „Roots“ durch den typischen Schweizer Hard-Rock-Sound in Kombination mit einem Touch neuzeitlicher Härte begeistere. Gerade die Mischung aus balladesken und härteren Tracks mache das Album besonders reizvoll. Teilweise entdeckt der Rezensent zudem alternative Klangstrukturen im Material. Zwar handle es sich nicht um eine Neuerfindung des Genres, doch reihe sich die Band mit diesem Album würdig neben Schweizer Rock-Institutionen wie Gotthard ein. Am Ende vergibt das Hellfire-Magazin 8,5 von 10 Punkten für „Roots“.

Die vollständige Tracklist des Albums liest sich wie folgt: „Sentinel“, „Genghis Khan“, „A Million Miles“, „If Nobody loves you“ (featuring Mark Fox und Ivan Keller), „In her Shadow“, „Calling“, „Stuck in the Cold“, „Dad“ sowie „Light to Dark“. Weitere Informationen zur Band und zum Album sind über die offizielle Facebook-Seite von Caroline Breitler & Band abrufbar.

Mit „Roots“ liefert Caroline Breitler & Band ein Album ab, das die Stärken der Band bündelt: eine vielseitige, wandlungsfähige Stimme, druckvolle Riffs und ein gutes Gespür für die Balance zwischen harten und gefühlvollen Momenten. Für Fans des Melodic Hard Rock aus der Schweiz, die sich an Bands wie Gotthard orientieren, dürfte das Album damit eine lohnenswerte Entdeckung sein und zeigt, dass die Schweizer Rockszene auch 2026 mit energiegeladenen und zugleich emotionalen Veröffentlichungen aufwarten kann.

Quelle: Hellfire-Magazin· Originalartikel ↗

Zuletzt aktualisiert: 7.10.2026, 08:08:10

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