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Kid Rock-Auftritt geplatzt: US-Festival scheitert an lauem VIP-Verkauf

Ein politisch aufgeladenes US-Festival mit prominenter Beteiligung von Rockstar Kid Rock ist geplatzt, bevor es überhaupt beginnen konnte. Das für Samstag, den 26. September 2026, geplante „Patriot's Day Freedom Fest“ im nördlichen Kentucky wurde von Veranstalter Eric Deters kurzfristig abgesagt. Der Grund ist ebenso schlicht wie entlarvend: Von den benötigten VIP-Tickets, mit denen die gesamte Veranstaltung finanziert werden sollte, wurden lediglich sechs Stück verkauft.
Schauplatz des geplanten Events sollte die private Farm des Organisators Eric Deters in Morning View sein, einem Ort rund 45 Autominuten südlich von Cincinnati gelegen. Deters selbst ist in den USA keine unbekannte Größe: Der Medienunternehmer, Podcaster und ehemalige Anwalt hat sich in den vergangenen Jahren als politischer Aktivist im Umfeld der MAGA-Bewegung positioniert und betreibt mit der „Eric Deters Show“ einen reichweitenstarken YouTube-Kanal sowie eine aktive Präsenz in den Sozialen Medien.
Kid Rock als Zugpferd der Veranstaltung
Als prominentester Name auf der ursprünglichen Gästeliste war Kid Rock vorgesehen, der als Redner beim Freedom Fest hätte auftreten sollen. Ob der als „American Bad Ass“ bekannte Musiker auch musikalisch in Erscheinung getreten wäre, ist dem Quellenmaterial nicht zu entnehmen – als Redner war er jedoch fest eingeplant. Neben Kid Rock standen weitere bekannte Namen auf der Rednerliste: der ehemalige Wrestler Duane „Dog the Bounty Hunter“ Chapman, Fox-News-Journalist Joe Concha sowie die Republikaner Ed Gallrein und James Comer. Die Veranstaltung hatte durchaus prominente Vorgeschichte: In früheren Jahren traten sowohl Donald Trump selbst als auch dessen Sohn Eric Trump als Redner beim Freedom Fest auf.
Das gescheiterte Finanzierungsmodell
Um die Veranstaltung möglichst niedrigschwellig für die breite Bevölkerung zu gestalten, hatte sich Deters für ein besonderes Konzept entschieden: Der allgemeine Eintritt zum Freedom Fest sollte kostenlos sein. Finanziert werden sollte das gesamte Event stattdessen über den Verkauf von VIP-Tickets im Wert von jeweils 1.000 US-Dollar. Deters' Plan sah vor, rund 100 Personen aus seinem persönlichen, wohlhabenden Umfeld für den Kauf dieser Premium-Pakete zu gewinnen. Diese Rechnung ging jedoch gründlich nicht auf: Am Ende wechselten lediglich sechs VIP-Tickets den Besitzer – meilenweit entfernt von den anvisierten 100 zahlungskräftigen Käufern.
Deutliche Worte des Veranstalters
Die Enttäuschung über das gescheiterte Vorhaben ließ Eric Deters öffentlich in den Sozialen Medien freien Lauf. Wie das US-Medium Cincinnati Enquirer berichtete, erklärte der Organisator unmissverständlich: „Niemals wieder werde ich diese Veranstaltung ausrichten. Niemals.“ In einem weiteren Statement schilderte Deters ausführlich, wie er sich das Finanzierungsmodell ursprünglich vorgestellt hatte: „Als ich das Patriot's Day Freedom Fest auf die Beine stellte, habe ich das mit dem Schlachtplan und der Idee gemacht, dass ich dafür mit Verkäufen von VIP-Tickets im Wert von 1.000 Dollar an jene 100 Personen bezahlen könnte, mit denen ich regelmäßig in Kontakt stehe.“ Bemerkenswert deutlich fiel dabei auch seine Einschätzung zur ausbleibenden Unterstützung durch sein wohlhabendes Umfeld aus: „Die ganz normalen Amerikaner – aus beiden politischen Lagern – bilden das Rückgrat dieses Landes. Und eines will ich euch sagen: Reiche Leute sind im Großen und Ganzen einfach ätzend.“
Kein Rückzug aus der Öffentlichkeit
Trotz des finanziellen und organisatorischen Fiaskos zeigt sich Deters keineswegs entmutigt. Seine mediale Reichweite über die eigene YouTube-Show und die Sozialen Netzwerke will er weiterhin nutzen, um seine Botschaften unter die Leute zu bringen. Mit Nachdruck verwies er dabei auf seine Zahlen: „Mit 600.000 Followern und 50 Millionen Aufrufen pro Monat weiß ich, dass ich über Einfluss verfüge – und diesen Einfluss werde ich für das Gute und für die Menschen nutzen.“ Von einem Rückzug aus der politischen Öffentlichkeit ist bei Deters demnach keine Rede, auch wenn das konkrete Festival-Projekt vorerst Geschichte ist.
Ein Stimmungsbild aus den USA
Die geplatzte Veranstaltung wird in der Berichterstattung auch als möglicher Indikator für eine nachlassende Begeisterung für Donald Trump und die MAGA-Bewegung in Teilen der amerikanischen Bevölkerung gedeutet. Dass ein Event mit derart prominenter Besetzung – inklusive eines Rockstars vom Kaliber Kid Rocks sowie mehreren bekannten Gesichtern aus Politik und Medien – an mangelndem Interesse zahlungskräftiger Unterstützer scheitert, wirft ein bezeichnendes Licht auf die aktuelle Stimmungslage in bestimmten politischen Kreisen der USA. Ob es sich dabei um einen Einzelfall oder tatsächlich um ein breiteres Phänomen handelt, lässt sich aus einer einzelnen abgesagten Veranstaltung freilich nicht abschließend beurteilen – dennoch dürfte das Scheitern des Freedom Fest in politisch interessierten Kreisen diesseits und jenseits des Atlantiks für Gesprächsstoff sorgen.
Quelle: Metal Hammer DE· Originalartikel ↗
Zuletzt aktualisiert: 30.9.2026, 12:34:06
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